08.08.2026
Warenkorb
| Ihr Warenkorb ist leer. |
Angelica Moser verteidigt ihren EM-Titel in Birmingham
Angelica Moser ist die alte und neue Europameisterin im Stabhochsprung: Die Athletin des LC Zürich meisterte 4,80 m in Birmingham und verteidigte ihren Titel von Rom. William Reais steht wie schon 2024 im 200-m-Final.

Nachdem Jason Joseph (LC Therwil/110 m Hürden) und Simon Ehammer (TV Teufen/Weit) bereits Gold und Silber errungen hatten, sicherte die Stabhochspringerin Angelica Moser (LC Zürich) dem Schweizer Team die dritte Medaille.
Moser übersprang in der Abend-Session des vierten Wettkampftages als einzige 4,80 m und egalisierte ihre persönliche Saisonbesthöhe. «Ich musste nie in den zweiten Versuch gehen. Es war ein super Wettkampf», freute sich Moser im SRF-Interview.



Die von Adrian Rothenbühler gecoachte Europameisterin fügte ihrem langen Palmarès einen weiteren grossartigen Erfolg hinzu. Die frühere Teilnehmerin des UBS Kids Cups gewann in den Nachwuchskategorien siebenmal Gold (EYOF, YOG, U20-EM, U20-WM, zweimal U23-EM und Universiade) an internationalen Meisterschaften.

Auf Elitestufe jubelte die Andelfingerin an den Hallen-Europameisterschaften 2021 (Apeldoorn/NED) und 2025 (Torun/POL) jeweils über Gold. An der EM 2024 in Rom (ITA) setzte sie sich ebenfalls durch. Die 28-Jährige ist die erste Schweizerin, die einen EM-Titel in einer technischen Disziplin erfolgreich verteidigte.

Mumenthaler und Reais sprinten in den Final
In den 200-m-Halbfinals überzeugten die Schweizer Sprinter. Timothé Mumenthaler (Stade Genève) stürmte in seiner Serie mit 20,09 Sekunden als Zweiter ins Ziel. William Reais (LC Zürich) qualifizierte sich ebenfalls als Zweiter für die Entscheidung.

Mit 20,35 Sekunden lief der Bündner so schnell wie noch nie in dieser Saison. Mumenthaler und Reais werden am Freitagabend (22.25 Uhr Schweizer Zeit) durchaus Spitzenplätze attestiert. Vor zwei Jahren staubten sie Gold und Bronze ab.

Dany Brand Zwölfter mit Bestzeit
In der Morgen-Session des dritten EM-Tages landete Dany Brand einen Exploit: Mit 48,96 Sekunden egalisierte der 400-m-Hürdenläufer seine Bestzeit aus dem Jahr 2021. Der LCZler bewies eindrücklich, dass es sich lohnt, dranzubleiben und durchzuhalten. Seine zwei besten Karrierezeiten vor dieser EM stellte er in den Jahren 2017 (49,14) und 2021 (48,96) auf.
Nach vielen schwierigen Jahren gelang dem 30-Jährigen in den Vorläufen mit 49,07 Sekunden wieder eine Topzeit. In den Halbfinals doppelte er nach: Mit 48,96 Sekunden stellte der Zürcher seinen Hausrekord von September 2021 ein. «Fünf Jahre sind eine lange Zeit, auch wenn es mir vorkommt, als sei es gestern gewesen», freute sich Brand im Interview mit Klubkollege Pascal Magyar (Swiss Track Check). Unter allen Halbfinalisten stellte er die zwölftbeste Zeit auf.


4×400-m-Männerstaffel erstmals seit 1998 im Final
In der Morgen-Session des fünften EM-Tages doppelte Dany Brand mit Ricky Petrucciani (beide LCZ), Haydn Brotschi (LV Langenthal) und Lionel Spitz (Adliswil Track Team) nach: In 3:01,31 Minuten kam die 4×400-m-Männerstaffel bis auf 13 Hundertstelsekunden an den Schweizer Rekord heran und qualifizierte sich erstmals seit 1998 für einen EM-Endlauf (Sonntagabend 22.48 Uhr Schweizer Zeit). Damals gelang Laurent Clerc, Alain Rohr, Kevin Widmer und Mathias Rusterholz das Kunststück einer EM-Finalqualifikation.
Die Frauenstaffel in der Besetzung Mélanie Roland (CA Belfaux), Lena Wernli (LC Zürich), Annina Fahr (LAC TV Unterstrass) und Yasmin Giger (LC Zürich) wurde in 3:30,12 Minuten Gesamtzwölfte.


Erstmals in die Einzel-EM-Halbfinals vorzustossen vermochten Kurzsprinterin Natacha Kouni (14.) sowie Langhürdlerin Lena Wernli (22.). Endstation bildeten die Vorläufe hingegen für Ricky Petrucciani (400 m), Ivan Pelizza (800 m), Selina von Jackowski (100 m Hürden) und Yasmin Giger (400 m Hürden).




Finals:
1. Angelica Moser | Stab | 4,80 m (=SB)
Halbfinals:
4. (12.) Dany Brand | 400 m H | 48,96 (=PB)
3. (14.) Natacha Kouni | 100 m | 11,26
6. (22.) Lena Wernli | 400 m H | 57,17 (VL 56,25)
Vorläufe:
6. (12.) Lena Wernli & Yasmin Giger | 4×400 m | 3:30,12
6. (14.) Yasmin Giger | 400 m H | 56,57
6. (15.) Ricky Petrucciani | 400 m | 46,14
8. (29.) Ivan Pelizza | 800 m | 1:49,42
5. (19.) Selina von Jackowski | 100 m H | 13,14
Link zu den Resultaten
Link zur EM in Birmingham
(SwA/MAS)