23.02.2026
Warenkorb
| Ihr Warenkorb ist leer. |
Hallen-SM St. Gallen: Fünf Mal Gold und Silber
Ob auf der Laufbahn, der Sprunganlage oder im Kugelring: An den Schweizer Hallen-Meisterschaften in St. Gallen gewannen die LCZ-Startenden in (fast) allen Disziplinen Edelmetall. Fünf kürten sich zu «Indoor Champions» – zwei zum ersten Mal.

Über 400 m feierte Lena Wernli ihren ersten nationalen Hallentitel. In 52,42 Sekunden stürmte die 400-m-Hürdenspezialistin auf Platz 3 der nationalen Allzeitbestenliste – und unterbot gar ihre Outdoor-PB (52,58).
«Die erste Runde in Rekordzeit angehen und dann möglichst lange durchhalten», lautete Wernlis Devise für die beiden Short-Track-Laps. Flankiert wurde sie auf dem Podest von Trainingskollegin Yasmin Giger (53,90). Die fünffache Schweizer Meisterin über 400 m fügte ihrer beeindruckenden Medaillensammlung das zweite Indoor-Silber zu.

Über die doppelte Distanz eroberte Ivan Pelizza (LC Zürich/1:49,82) seinen Titel von 2024 zurück. Der frühere Fussballer hatte seine Indoor-PB diesen Winter um über eine Sekunde auf 1:45,99 gesenkt. Von der Hallen-WM-Limite trennten den letztjährigen Freiluft-WM-Starter zuletzt nur 9 Hundertstel.

Angelica Moser führt Sprung-Gold-Trio an
Ein erfolgreiches SM-Comeback gab auch Stabhochspringerin Angelica Moser. Dies insofern, als sich die zweifache Hallen-Europameisterin im Dezember am Fuss verletzt und vor dem geplanten Saisoneinstieg den Hamstring gezerrt hatte.

Bei ihrer Wettkampf-Premiere aus verkürztem Anlauf übersprang die nunmehr 19-fache Serienmeisterin (indoor und outdoor) 4,20 m, 4,40 m und 4,66 m, ehe sie sich an der Hallen-WM-Limite von 4,70 m versuchte – noch vergebens. Aus langem Anlauf und mit härteren Stäben ist ihr aber auch diese Höhe schon wieder zuzutrauen.

In den weiteren Sprungdisziplinen schwangen Mosers Klubkolleginnen Céline Weber (Hoch/1,83 m) und Hanna Ferber (Drei/12,70 m) obenaus. Während Weber die Titelverteidigung glückte, war es für Freiluftmeisterin Ferber das erste Indoor-Gold. Hallen-PB inklusive.

Ricky Petrucciani vor Olympiabronzegewinner
Schon vier Indoor-Titel – drei über 400 m und einen über 60 m – auf dem Konto hat Viertelmeiler Ricky Petrucciani. War es im Vorjahr LCZ-Kollege William Reais gewesen, der dem Tessiner Gold weggeschnappt hatte, so musste sich Petrucciani diesmal 200-m-Europameister Timothé Mumenthaler (Stade Genève) geschlagen geben. In 6,66 Sekunden war der zweifache Silbergewinner exakt gleich schnell wie im letzten 60-m-Final.
Ebenfalls in den Endlauf schaffte es Mario Aeberhard (STV Einsiedeln). Der von LCZ-Sprintlegende Andreas Baumann trainierte Bobanschieber lieferte zuvor auf dem «Hot Seat» den Spruch des Tages: «Ich bin es mir gewohnt, zu warten. Das letzte Mal gab es Olympiabronze…»

Riesen-PB für Stephanie Anyamele
Für den wohl grössten (persönlichen) Exploit der diesjährigen Titelkämpfe im AZSG sorgte Kugelstösserin Stephanie Anyamele. Gleich um 70 (!) Zentimeter steigerte sie ihren Hausrekord auf 16,02 m, womit sich die letztjährige U20-Teilnehmerin die erste (Silber-)Medaille auf Elitestufe verdiente. Erst vier Schweizerinnen haben die 4-kg-Kugel unter dem Hallendach weiterbefördert, darunter Titelabonnentin Miryam Mazenauer (TV Teufen).

Natacha Kouni mit Hallen-WM-Limite
Bei ihrem ersten Hallen-SM-Start seit 2023 konnte Natacha Kouni (7,22) zwar nicht ganz in die Medaillenentscheidung über 60 m eingreifen. Trotzdem darf die Vierplatzierte über 60 m mehr als stolz sein auf ihren langen Weg zurück zur alten Stärke. Mit fantastischen 7,19 Sekunden im Halbfinal blieb Kouni sogar eine Hundertstel unter der Hallen-WM-Limite. Ihr Pech: Das Niveau im Schweizer Frauensprint ist dermassen hoch, dass im Final mit Léonie Pointet (7,12), Ajla Del Ponte (7,15) und Géraldine Di Tizio-Frey (7,16) noch drei Athletinnen schneller waren…

Weitere Top-8-Klassierungen erreichten Viertelmeiler Yannis Künzler (5.) mit 48,48 Sekunden im B-Final; 800-m-Rohdiamant Fiona von Flüe (6./2:09,58), die dem horrenden Angangstempo im schnellsten SM-Final aller Tribut zollte; U18-Newcomer Marwin Aregger (6./3:56,51) als Jüngster im 1500-m-Final sowie Hürdensprinterin Elina Ikezu (6.), die im Sog von Freiluft-Weltmeisterin Ditaji Kambundji eine weitere persönliche Bestzeit (8,21 Sekunden) in diesem Winter registrierte.




60 m
1. Léonie Pointet (CA Riviera) 7,12 (SL)
2. Ajla Del Ponte (US Ascona) 7,15
3. Géraldine Di Tizio-Frey (LK Zug) 7,16
60 m
1. Timothé Mumenthaler (Stade Genève) 6,62 (SL)
2. Ricky Petrucciani (LC Zürich) 6,66 (=PB)
3. Jonathan Gou Gomez (Lausanne-Sports) 6,71
200 m
1. Fabienne Hoenke (LV Fricktal) 23,16 (SL/NR U23)
2. Cynthia Reinle (TV Unterseen) 23,82
3. Chloé Rabac (CA Riviera) 23,89
200 m
1. Bradley Lestrade (Lausanne-Sports) 21,15
2. Mathieu Chèvre (FSG Bassecourt) 21,36
3. Michael Sorg (TV Länggasse) 21,70
400 m
1. Lena Wernli (LC Zürich) 52,42 (SL/PB)
2. Yasmin Giger (LC Zürich) 53,90 (=SB)
3. Shoelle Bruhin (AZ Unterwalden) 55,17
400 m
1. Vincent Gendre (Athletica Veveyse) 46,05
2. Lional Spitz (Adliswil Track Team) 46,84
3. Manuel Gerber (LAG Gossau) 47,42
800 m
1. Audrey Werro (CA Belfaux) 1:57,98
2. Valentina Rosamilia (BTV Aarau) 1:59,81
3. Lore Hoffmann (ATHLE.ch) 2:00,23
800 m
1. Ivan Pelizza (LC Zürich) 1:49,82
2. Robin Oester (LC Regensdorf) 1:50,43
3. Eric Huanca Quispe (VIGOR Ligornetto) 1:50,46 (NR U20)
1500 m
1. Delia Sclabas (LG Gerbersport) 4:14,64
2. Joceline Wind (Biel/Bienne Athletics) 4:14,79
3. Lilly Nägeli (LC Uster) 4:22,80
1500 m
1. Ramón Wipfli (STB) 3:49,11
2. Pierre Perruchoud (CA Sierre) 3:50,88
3. Tobias Bontorno (Stade Genève) 3:51,14
3000 m
1. Dominic Lobalu (LC Brühl) 8:24,89
2. Wondimu Bussy (Stade Genève) 8:31,87
3. Simon Ammann (TV Thalwil) 8:32,24
60 m Hürden
1. Ditaji Kambundji (STB) 7,80
2. Annik Kälin (AJ TV Landquart) 7,93
3. Larissa Bertényi (LC Brühl) 8,08
60 m Hürden
1. Jason Joseph (LC Therwil) 7,50 (SL)
2. Simon Ehammer (TV Teufen) 7,55
3. Fabio Kobelt (STV Kriessern) 7,75
Hoch
1. Céline Weber (LC Zürich) 1,83 m
2. Angela Diggelmann (LV Winterthur) 1,77 m
3. Mathilde Rey (COVA Nyon) 1,74 m
Hoch
1. Jérôme Hostettler (STB) 2,07 m (SL)
2. Noam Pritchett (LC Zürich) 2,04 m (SB)
3. Jerome Meier (LC Basel) 2,01 m
Stab
1. Felix Eichenberger (LV Thun) 5,20 m
2. Simon Ehammer (TV Teufen) 5,20 m
3. Nicolas Pfrommer (LV Fricktal) 5,00 m
Stab
1. Angelica Moser (LC Zürich) 4,66 m (SL)
2. Romy Burkhard (LV Fricktal) 4,05 m
3. Jessica Auf der Maur (STV Küssnacht) 3,95 m
Stab
1. Felix Eichenberger (LV Thun) 5,20 m
2. Simon Ehammer (TV Teufen) 5,20 m
3. Nicolas Pfrommer (LV Fricktal) 5,00 m
Weit
1. Simon Ehammer (TV Teufen) 8,12 m (SL)
2. Nino Portmann (LA Nidwalden) 7,43 m
3. Nicolas Bersier (AC Murten) 7,14 m
Weit
1. Annik Kälin (AJ TV Landquart) 6,69 m
2. Marina Zanoni (LC Therwil) 6,06 m
3. Carmen Schaub (LG Oberbaselbiet/BTV Sissach) 6,04 m
Drei
1. Hanna Ferber (LC Zürich) 12,70 m (SL/iPB)
2. Vivienne Kreuzer (LLT Oberwallis) 12,59 m
3. Anna Rotter (TV Länggasse) 12,47 m
Drei
1. Sandro Graf (KTV Altstätten) 15,45 m (SL)
2. Roman Sieber (LC Schaffhausen) 14,45 m
3. Aurélien Künzle (Lausanne-Sports) 14,22 m
Kugel
1. Stefan Wieland (STB) 19,05 m
2. Jephté Vogel (FSG Alle) 18,77 m
3. Marco Niederhauser (LV Winterthur) 17,08 m
Kugel
1. Miryam Mazenauer (TV Teufen) 16,97 m
2. Stephanie Ayamele (LC Zürich) 16,02 m (PB)
3. Vanessa Fust (LV Langenthal) 15,50 m
(MAS)